UNNÜTZE HARDWARE vol.38

Nützliche Hardware gibt es ja einige, aber auch unnütze Geräte und Erweiterungen wollen gewürdigt werden. Deswegen gibt es an dieser Stelle immer wieder mal kleine Reviews von Geräten und harten Erweiterungen, die ihre Qualitäten manchmal erst auf den zweiten Blick offenbaren.

HARDWARE-EMBLEM

Viewfun von Mustek

Ein Massagestab mit eingebautem Stabmixer, ein Fön mit Eieruhr oder ein Controller mit Lenkrad. Drei innovative Erfindungen von denen es aber nur eine wirklich gibt. Aus dem Hause Mustek stammt der/die/das Viewfun, wie Ihr vermutlich richtig erraten habt, ein Controller mit implementiertem Lenkrad. Zusätzlich beherbergt das schwarze Gehäuse noch fünfzig Spiele die endlosen Spaß garantieren sollen.

Gut, zugegeben, es ist fast schon zu offensichtlich, was das Teil taugt, aber ich empfehle dennoch einen Blick in das Video und den dazu passenden Artikel! ;-)


Vom Hersteller Mustek kennt man eher Scanner, Videospiele sind ganz sicher nicht der Kernmarkt der Neusser Firma. Viewfun kommt im Look eines alten Xbox-Controllers daher und bietet auf den ersten Blick allerhand Bedienelemente. Ein kleiner Joystick, ein normales Digikreuz, die üblichen Actionknöpfe und das kuriose kleine Lenkrad. Mit diesem lassen sich Bewegungen nach links und rechts ausführen, naturgemäß kann damit nicht nach oben und unten gelenkt werden. Dadurch bieten sich flotte 3D-Racer geradezu an, für Puzzlespiele ist dies eher nicht geeignet. Rückseitig findet sich das Batteriefach für 3 AA-Batterien und hinten heraus führt das obligatorische Videokabel, welches überraschend lang ausfällt. Die Verarbeitung ist soweit zufriedenstellend, die Steuerelemente sind jedoch nur leidlich präzise.

viewfun

Softwareseitig beinhaltet das Paket keine Überraschungen. Die fünfzig Spiele setzen sich aus Klonen bekannter Konzepte und direkten Kopien von Spielen zusammen. Jedes Genre ist dabei vertreten, Puzzlegames, Arcadegames und Ballerspiele finden sich zahlreich in der Sammlung. Möglichkeiten von dem implementierten Lenkrad Gebrauch zu machen, bieten sich leider jedoch auf Softwareseite kaum, da schlicht Rennspiele aus der Cockpitperspektive fehlen. Technisch bewegt sich alles auf gewohntem Famicom-Niveau, was mit Sicherheit der verbauten Klonarchitektur geschuldet ist. Innovationen sehen ohne Frage anders aus!

viewfun2

Fazit:
Die Idee ist eigentlich nicht schlecht, einen Controller mit einem kleinem Lenkrad für Rennspiele zu versehen. Wenn jedoch die passende Software fehlt, nützt auch die cleverste Idee nicht viel. Das Viewfun-Pad katapultiert sich damit leider selber ins Aus, findet sich doch unter den eingebauten 50 Spielen kaum Software, die das Feature nutzen würde. Der Rest der Spiele ist beliebig zusammen gestellt und leider ohne echte Höhepunkte. So wird das Ding tatsächlich zur unnützen Hardware und hat nichtmal spannenden Kuriositätencharme!


nerdfaktor: 5/10
preis-leistung: 5/10
verarbeitung: 6/10


6 Antworten auf „UNNÜTZE HARDWARE vol.38“


  1. 1 Pixelnerd 03. Oktober 2012 um 13:48 Uhr

    Mal abgesehen von der „Unnützbarkeit“, ist das Teil wirklich hässlich!

  2. 2 pixelkitsch 03. Oktober 2012 um 16:20 Uhr

    Exakt! :-D

    Kein Charme und überflüssig ist es auch noch…schon ein schweres Los als hässliches Entlein der Videospielhardware! ;-)

  3. 3 Silent Protagonist 03. Oktober 2012 um 17:34 Uhr

    Wo du den Mist nur immer auftreibst :-)

    Muss aber auch mal sagen, dass ich deine Videos immer große Klasse finde. Stehe total auf diese Hardware Reviews. Das sind auch meine Lieblingsfolgen vom AVGN gewesen, wenn es um eine ganze Konsole ging.

  4. 4 pixelkitsch 03. Oktober 2012 um 18:24 Uhr

    Cool, vielen Dank! :-)

    Ich hab dich übrigens nicht vergessen, habe es bloß einfach noch nicht geschafft, mich an deinen Banner zu setzen! Sorry! :-(

  5. 5 Jnerder 12. April 2013 um 15:09 Uhr

    Kennst du den iQue Player? Der Viewfun Kopiert das design! Der iQue Player war der N64 für China, da China ein KONSOLENverbot, aber kein CONTROLLER-DINGENSverbot!

  1. 1 Pixelor | Manchmal auch mit Ninjas Pingback am 25. Januar 2014 um 1:18 Uhr
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