Unnütze Hardware revisited

Vor einiger Zeit habe ich ja das CD-I aus dem Hause PHILIPS in der Kategorie unnütze Hardware durch die Mangel gedreht. Zu dem Zeitpunkt stand mir nur die original Fernbedienung für das Gerät zur Verfügung, nicht aber das seperat erhältliche Joypad. Dieses ist zumeist recht schwer und nicht gerade günstig zu bekommen, hat aber zwischenzeitlich seinen Weg in meine Sammlung gefunden. Einige Fans des Gerätes schienen recht böse, ob meiner Praxis, so wenig gute Haare an dem Gerät zu lassen, einige meinten, das Spielvergügen würde durch das Pad erheblich erhöht. Davon wollte ich mich nun selber überzeugen und habe das Gerät noch einmal mit dem Controller getestet. Den kompletten Bericht findet Ihr im Artikel nach dem Klick! :-D

cdi-pad

Das Joypad für das CD-I aus dem Hause PHILIPS gehört gehört neben der Lightgun für das Grundgerät zu den selteneren Zubehörteilen der neunziger Jahre. Gebraucht zahlt man aktuell zwischen 15 und 30 dreißig Euro für ein nacktes Exemplar. Als Alternative zur sehr unhandlichen Fernbedienung ist es jedoch für Anwender die vor allem die Spiele auf dem Gerät nutzen unter Umständen die Investition wert. Das Joypad besitzt neben dem Steuerkreuz lediglich drei Tasten, die je nach Spiel für Aktionen oder als Pausetaste genutzt werden.

Optisch hält es sich ebenso zurück, wie vom Funktionsumfang und kommt in tristem Grau daher und passt damit perfekt zum aufregend unspannenden Design des Grundgerätes. Die Rückseite des Controllers zieren zwei dicke Griffmulden, die auf den ersten Blick Handlichkeit vorgaukeln, jedoch in der Praxis wenig Nutzen mit sich bringen. Das Digitalkreuz erfüllt seinen Zweck, reagiert weitestgehend präzise und die Button haben einen akzeptablen Druckpunkt. Vor allem Geschicklichkeitsspiele und schnellere Actiontitel profitieren vom Joypad, Multimedia-Anwendungen und Interaktive Filme können jedoch auch mit der normalen Fernbedienung bedient werden. Gerade Titel wie FLASHBACK lassen sich mit dem Joypad direkt fühlbar besser steuern, als mit der sperrigen Fernbedienung.

Hier zur Erinnerung noch einmal das Video des damaligen Tests:

Fazit:
Das CD-I ist und bleibt für mich zwar ein interessantes Multimedia-Experiment, wird aber auch mit dem Controller noch keine wirklich gute Spielkonsole. Die Spiele lassen sich zwar tatsächlich besser zocken, bleiben aber zumeist halbgare Umsetzungen bekannter Titel oder Kopien alter Konzepte. Wer jedoch das Gerät besitzt und den Spaß an dem Gerät etwas maximieren möchte, sollte wirklich über die Investition in ein Joypad nachdenken! Meine Wertung bleibt deswegen genau wie damals und lässt das Gerät auch weiter kaum genutzt in meinem Archiv ein trauriges Dasein fristen.


nerdfaktor: 7/10
preis-leistung: 6/10
verarbeitung: 8/10


3 Antworten auf „Unnütze Hardware revisited“


  1. 1 Pixelnerd 24. Januar 2012 um 12:54 Uhr

    CD-i bleibt eben CD-i…

  2. 2 pixelkitsch 24. Januar 2012 um 20:01 Uhr

    Eine traurige, aber wahre Erkenntnis! ;-)

  3. 3 Pappnase 25. Januar 2012 um 23:52 Uhr

    schrottige sachen reizen mich ja auch immer :)
    bringst du das teil mal mit in die brause?

    der bastian hat doch auch so eins, vllt können wir einen themen-abend machen ;)

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