PIXEL-KITSCH-GAME-AWARD für LANDSTALKER

in unregelmäßigen abständen werden an dieser stelle die subjektiv besten retrogames gekührt, die auch heute noch spielerisch auf der höhe der zeit ist!

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Dieses mal geht der PIXEL-KITSCH-AWARD an Landstalker, den Action-Adventure-Klassiker auf Sega´s Mega Drive. Die grandiose Atmophäre weiss auch heute noch trotz der teils frustigen Steuerung zu begeistern. Wer den 16-Bitter von Sega nicht besitzt, kann sich das ganze auch als download für die Wii holen!

nach dem klick gibt es den kompletten test!

Landstalker

Mega Drive

Climax 1992

Niels von Ahorn, oder wie er außerhalb Deutschlands eher auf die Namen Nigel oder Ryle hört, ist ein begnadeter Schatzjäger. In Begleitung der Fee Flora macht er sich in Landstalker auf die Suche nach dem legendären Schatz von König Nolo. In der Rolle des wagemutigen Draufgängers durchforstet ihr Wälder, Wiesen und Höhlen, immer im Kampf mit bösen Kreaturen aller Couleur. Auf eurem Weg kommt ihr natürlich auch durch Dörfer und Städte, in denen ihr Konversation führt, einkaufen geht, Glücksspiel betreibt oder einfach nur rastet. Zudem finden sich in den Örtlichkeiten auch Kirchen, in denen gespeichert wird und euch der Geistliche von Krankheiten heilt. Die Wege sind häufig sehr weitläufig, gut, dass ihr später auch Bäume als Teleporter missbrauchen dürft.
Verschiedene Schwerter mit unterschiedlichen Fähigkeiten, erweiterbare Lebensherzen und Rüstungen laden in den weitläufigen Arealen zum Erkunden ein. Diverse Schalterrätsel und versteckte Wege sind zudem tragende Elemente der Spielmechanik in Landstalker.

Dargestellt wird das ganze Szenario in einer isometrischen Perspektive und macht so manche Sprungpassage
zum Glücksspiel, was auch frustige Momente bereitet. Die Steuerung ist am Anfang entsprechend schwierig zu beherrschen, geht aber nach einiger Zeit routiniert von der Hand. Der Schwierigkeitsgrad ist dabei stets fordernd, aber nur selten in den Rätseln zu hoch, lediglich die Steuerung macht euch manchmal eine Strich durch die Rechnung.

Die Optik ist in ihrer Isometrie dabei sowohl spielerisch anspruchsvolles Element, als auch ästhetisches Highlight. Viele Details, schöne Gegneranimationen und tolles Landschaftsdesign machen Landstalker zu einem echten Hingucker. Oftmals verliert man allerdings durch Gleichförmigkeit der Umgebungselemente die Orientierung, was ob der liebevollen Aufmachung jedoch zu verschmerzen ist. So gut die Optik zur Atmosphäre in Landstalker beiträgt, so packend ist auch die Musik. Ohrwürmer ohne Ende, die einen nicht so schnell wieder loslassen. Ebenfalls toll gelungen ist die deutsche Übersetzung der Texte, die sich keine Blöße gibt und schön pointiert.

Fazit:

Kleinere Mankos aussen vorlassend, ist Landstalker eines der besten Spiele für den 16-Bitter von SEGA und konsolenübergreifend eines der packendsten Action-Adventures überhaupt. Abgesehen von der zum teil frustrierenden Kombination aus Perspektive und Steuerung ein tolles Gesamtkunstwerk mit schöner Grafik, fesselnder Geschichte und grandiosem Soundtrack. Wer noch keinen Mega Drive besitzt, sollte mindestens für dieses Highlight überlegen, sich einen zuzulegen!